MODERNWORKLIFE

Der erste Blog über Gesundheit am Arbeitsplatz.

DER CORPORATE HEALTH CLUB – DAS NETFLIX FÜR GESUNDHEIT

A new player is in town – und der ist jung, digital und ganz schön gesund! Die Ghettoworkout Gründer Moritz Fleisch, Markus Fritschi und Erik Schmelzer haben den Corporate Health Club 2019 ins Leben gerufen. Damit bieten sie Unternehmen eine digitale BGM – Plattform für ihre Mitarbeiter. Im Fokus stehen Themen wie Ernährung, Fitness und mentale Gesundheit. modernworklife hat mit Mitgründer Erik Schmelzer über das Netflix der Gesundheit gesprochen und herausgefunden, wie man exklusives Mitglied im Corporate Health Club wird.

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WAS IST DER CORPORATE HEALTH CLUB UND WIE WIRD MAN MITGLIED?

Der Corporate Health Club ist ein digitale Gesundheitsplattform für Unternehmen. Im Grunde ein Netflix für die eigene Gesundheit. Bei uns findet man zu verschiedenen Themen, wie Mental Power oder Fitness, passende Audio- und Videoinhalte. Das können Workouts, Rezepte oder auch Achtsamkeitstrainings sein.

„Im Grunde ein Netflix für die eigene Gesundheit“

WER STECKT HINTER DER IDEE?

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Markus, Moritz und ich haben gemeinsam Ghettoworkout gegründet. Ein Fitnessprogramm mit dem eigenen Körpergewicht. Privat bin ich seit 25 Jahren in der Branche unterwegs. Außerdem bin ich ausgebildeter Ernährungscoach. Beruflich habe ich meinen BWL – Schlips damals für die Gründung an den Nagel gehängt. Moritz war im Leichtathletikkader von Baden-Württemberg, also unser Sport-Ass. Markus ist Lehrer aber schon immer im Leistungssport aktiv. Er ist für den Vertrieb und das Marketing zuständig. Das ist das Kernteam. Für Ghettoworkout haben wir ein Trainernetzwerk aufgebaut und teilweise selbst ausgebildet. Aus diesem Pool schöpfen wir heute in Zusammenarbeit mit weiteren Experten, wie Ärzten, Physiotherapeuten oder Ernährungsexperten, für den Corporate Health Club.

WIE KOMMT MAN VON GHETTO ZU GESUNDHEIT?

Wir kommen aus Augsburg und sind seit ein paar Jahren im Fitnessmarkt unterwegs. Zu Beginn haben wir überlegt mit unserem Fitnessprogramm an die Unternehmen heranzutreten. Ghettoworkout ist aber ein High Intensity Training – somit hätten wir gerade einmal 5 – 10% der Mitarbeiter erreicht. Also wollten wir das Ganze durch einfachere Workouts massentauglicher machen. Wenn man sich allerdings die häufigsten Krankheiten am Arbeitsplatz anschaut, fallen nicht nur die Muskel-Skelett Beschwerden, sondern auch psychische Belastungen oder Herz-Kreislauf Erkrankungen ins Gewicht. Deswegen haben wir den Corporate Health Club auf vier Säulen aufgebaut: Arbeitsplatz, Ernährung, mentale Power & Fitness.

„Wir haben den Corporate Health Club auf vier Säulen aufgebaut: Arbeitsplatz, Ernährung, mentale Power & Fitness“

WAS MACHT DEN CORPORATE HEALTH CLUB EINZIGARTIG?

Wir können mit Stolz sagen, dass wir sehr nah am Kunden arbeiten. Zum einen, weil wir ein junges Start-Up sind und unser Produkt gerne in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmen weiterentwickeln. Zum anderen, weil wir einen sehr schlanken Aufbau haben und einfach zu nutzen sind. Uns ist es lieber, dass ein Mitarbeiter unkompliziert zu allen für ihn relevanten Gesundheitsthemen gelangt, als ein umfangreiches Setup anzubieten. Das macht unseren Einführungsprozess auch sehr simpel.

WIE MOTIVIERT IHR DIE MITARBEITER ZUR NUTZUNG EUER PLATTFORM?

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Natürlich könnte man Motivationsfaktoren, wie Bonuspunkte oder Gamification Tools implementieren. Aktuell haben wir so ein Punktesystem nicht. Entlohnung für gesundes Verhalten kann ein Vorteil sein aber auch schnell  das Gegenteil bewirken. Wenn ich abends lieber eine Runde jogge, als unsere Plattform zu nutzen, wird mir diese Zeit nicht angerechnet. Nach Rücksprache mit den Unternehmen haben wir beschlossen unser Produkt erst einmal schlank zu halten. Aktuell kann sich jeder Mitarbeiter freiwillig einen Zugang zum Corporate Health Club anlegen und unsere Gesundheitsangebote während der Arbeitszeit ganz einfach zwischendurch nutzen. Unsere Plattform ist noch jung. Bevor wir den Aufwand riskieren und z.B. Fitbit Daten einspeisen, wollen wir die Anwendung erst einmal unverbaut lassen und lieber bedürfnisorientiert weiterentwickeln.

„Bereits mit 5 Minuten pro Tag können Mitarbeiter 70% der Volkskrankheiten vorbeugen“

WO WOLLT IHR IN ZUKUNFT HIN?

Das Hauptziel aus Produktsicht ist den Unternehmen ein einfaches aber wirkungsvolles Tool an die Hand zu geben, mit dem sie möglichst viele Mitarbeiter erreichen. Frei nach dem Motto: Genial einfach – einfach genial. Bereits mit 3 unser Einheiten á 5 Minuten pro Tag können Mitarbeiter 70% der Volkskrankheiten vorbeugen. Noch setzen Unternehmen gerne auf Komplexität, dabei ist es viel wichtiger Prävention leicht zugänglich zu machen.

WAS WÜNSCHT IHR EUCH FÜR DIE BRANCHE DES BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENTS?

„Sonst wird irgendwann nur ein anderes Wort für nie“

Betriebe sind auf ihre Mitarbeiter angewiesen – Betriebliches Gesundheitsmanagement ist relevanter denn je. Für IT -Lösungen oder Marketing werden gerne große Budgets freigegeben. Beim BGM fehlt diese finanzielle Wertschätzung. Die Mitarbeitergesundheit schlägt sich eben nicht gleich in den Kennzahlen nieder. Maßnahmen werden deswegen häufig in langen Abstimmungszyklen diskutiert. Unser Produkt setzt auf Flexibilität – das wünschen wir uns auch von den Unternehmen. Es gilt Angebote einfach einmal auszuprobieren und das Bewusstsein für Gesundheit in den Unternehmen zu stärken. Sonst wird irgendwann nur ein anderes Wort für nie. Auf politischer Ebene wünschen wir uns weniger Einschränkungen. Komplexe Zertifizierungen machen Maßnahmen für Unternehmen und Anbieter leider zunehmend unattraktiv.

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