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Seien wir mal ehrlich – egal, ob angestellt oder selbständig – wir alle haben im Berufsalltag genug auf der nicht enden wollenden To-Do Liste stehen. Das E-Mail Postfach platzt aus allen Nähten und unser Telefon trällert so nervtötend, dass es sich für den nächsten Disneyfilm bewerben könnte. Wann also sollen wir noch die Zeit finden uns um unsere Gesundheit zu kümmern? Und mal abgesehen von dem gelegentlichen Zwicken im Rücken, der alljährlichen Grippe, unser laufenden Schupfnase, der nervigen Migräne oder der unangenehmen Magenverstimmung ( danke letzter Gin Tonic ) sind wir doch eh nie krank. Falsch!

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Quelle: pixabay.com

„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

Laut Institut der deutschen Wirtschaft waren die Deutschen im Jahr 2017 durchschnittlich 17,4 Kalendertage krankgeschrieben, davon lässt sich jede vierte Krankschreibung auf den Bewegungsapparat zurückzuführen. Dicht gefolgt von den immer größer werdenden Ausfällen durch psychische Krankheiten. Unter einer hohen Fehlzeitenquote leiden sowohl die Arbeitsqualität als auch das Betriebsklima. Fehleranfälligkeiten, Unfälle, chronische Erkrankungen und Unzufriedenheit sind die Folge. Diese wiederum beeinflussen die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit. Ein „kranker“ Teufelskreis. Und das kostet! Das Unternehmen, die Krankenkassen, den Staat und letztendlich auch dich.

Im Jahr 2015 mussten deutsche Unternehmen für arbeitsuntaugliche Mitarbeiter eine Summe von 53,9 Milliarden € aufbringen, neben den Sozialversicherungsbeiträgen fielen allein für fällige Entgeltfortzahlungen schlappe 45 Milliarden € an. Vor allen Dingen krank zur Arbeit kommende Kollegen treiben die Ausgaben in die Höhe. So, dass sich am Ende des Jahres laut Felix Burda Stiftung ein stolzer Betrag von 3598€ pro Mitarbeiter ergibt. Das wäre doch mal ein netter Weihnachtsbonus. Dank der immer älter werdenden Bevölkerung, steigender Entgelte und Beschäftigungszahlen ist ein Wachstum dieser Zahlen in den nächsten Jahren zu erwarten. Wie können wir also mit den zunehmenden Krankheitsfällen, dem demographischen Wandel und ein einer inflationären Unzufriedenheit mit der Jobsituation in Zukunft umgehen?

Das Wundermittel BGM?

Das Thema Prävention findet im Arbeitsalltag eine immer größere Bedeutung. Einige Betriebe machen es bereits vor. Sie investieren vorab in ihre Mitarbeiter, um auf lange Sicht Geld zu sparen. Viele von ihnen haben neue Denkansätze rund um das Thema Arbeit und Gesundheit gefunden. Auch in den Köpfen der neuen Genrationen wird Arbeit nicht mehr als Mittelpunkt des Lebens gesehen. Für viele „Millenials“ ist eine ausgeglichene Work-Life Balance essenziell. Doch was ist mit dem verbleibenden Großteil der Arbeitnehmer? Der rückenkranken Sekretärin, dem älterwerdenen Lagerarbeiter oder dem ausgebrannten Manager? Denn die Realität sieht anders aus.

Fast zwei Drittel der Deutschen sind mit ihrer aktuellen Jobsitutation unzufrieden. Über- oder Unterforderung, schlechtes Arbeitsklima, Konkurrenzdenken und Angst um den Arbeitsplatz bestimmen oft den Alltag. Und das macht krank. Sie alle könnten von einem gut funktionierenden Betrieblichem Gesundheitsmanagement profitieren.

Was genau ist Betriebliches Gesundheitsmanagement eigentlich?

„Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten.“ 

Betriebliches Gesundheitsmanagement klingt erst einmal ziemlich trocken. Doch neben den gesetzlichen Grundlagen des Arbeitsschutzgesetzes, dem Arbeitssicherheitsgesetz und der Arbeitsstättenverordnung öffnet sich durch BGM ein ganzer Kosmos, der sich mit dem Thema Gesundheit im Betrieb befasst. Aber wie integriert man Gesundheit in den Arbeitsalltag? Jeden Tag einen Apfel essen, Räucherstäbchen anzünden oder in der Pause mit den Akten Gewichte stemmen? Gilt es demnächst Bio-Limonade anzubieten, Mitarbeiter Retreats zu finanzieren und Kicker strategisch im Büro zu platzieren? Nein! Gesundheitsanalysen, Programme zur Führungskräfteentwicklung, betriebliche Gesundheitstage, Firmen-Fitness-Programme, das alles sind Maßnahmen die zu einem gesünderen Arbeiten beitragen können. Teilweise sogar durch Krankenkassen gefördert, gibt es zahlreiche Möglichkeiten BGM Maßnahmen sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement sexy ist!

Ein gut durchdachtes, strategisches Gesundheitsmanagement, das nachhaltig implementiert wird, kann einem Betrieb in vielerlei Hinsicht nutzen. BGM wirkt sich nicht nur auf die Absentismuskosten aus, sondern beeinflusst mit seinem „rundum-sorglos Paket“ auch andere Baustellen positiv. Und das mit einem Return of Investment von 1 zu 2,5 bis 1 zu 10 von Kosten zu Einsparungen. Aber betriebliches Gesundheitsmanagement gestaltet sich individuell. Nur wer sich seiner Stressfaktoren bewusst ist, kann besser auf sie einwirken und sie nachhaltig beeinflussen. Das müssen zunächst keine strukturellen Veränderungen sein. Meistens reichen schon kleine Schritte in die richtige Richtung. Also ganz egal, ob Schlafkapsel im Büro oder nur ein täglicher Obstkorb. Betriebliches Gesundheitsmanagement startet mit Umdenken.

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